29 April 2026, 00:46

Zuckerabgabe kommt 2025: Wie die Regierung Haushaltslöcher stopfen will

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf altem Papier, mit Wasserzeichen, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Zuckerabgabe kommt 2025: Wie die Regierung Haushaltslöcher stopfen will

Die deutsche Regierungskoalition plant die Einführung einer neuen Zuckerabgabe ab kommendem Jahr als Teil umfassender Steuererhöhungen. Damit sollen das Haushaltsdefizit verringert und die Belastung für die Krankenkassen gemildert werden. Geplant sind zudem höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und Plastik sowie Ausgabenkürzungen.

SPD und CDU haben sich auf 66 Maßnahmen geeinigt, um die finanzielle Belastung zu reduzieren. Ein zentraler Vorschlag ist eine gestaffelte Steuer auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden. Damit folgt Deutschland dem Vorbild Großbritanniens, das 2018 eine ähnliche Zuckersteuer einführte und damit allein im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einnahm.

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Die CDU hatte eine solche Zuckerabgabe noch auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt. Nun unterstützt die Koalition die Maßnahme, um eine Finanzierungslücke zu schließen, die bereits auf unter 30 Milliarden Euro halbiert werden konnte. Finanzminister Lars Klingbeil strebt durch die Reformen Einsparungen in Höhe von 20 Milliarden Euro an.

Zwar ist die Haushaltslücke für 2027 bereinigt, für das darauffolgende Jahr bleibt jedoch ein Fehlbetrag. Neben der Zuckerabgabe plant die Regierung eine Plastiksteuer sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen und Finanzhilfen.

Die Zuckerabgabe ist Teil eines umfassenden Vorhabens, die deutschen Staatsfinanzen zu konsolidieren. Bei Zustimmung soll sie 2025 in Kraft treten – zusammen mit weiteren Steuererhöhungen und Ausgabenanpassungen. Die Behörden erwarten, dass die Änderungen die Krankenkassen stabilisieren und die langfristigen Defizite verringern werden.

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