03 May 2026, 00:29

Wirtschaftsweise Schnitzer lehnt Subventionen für Sommerflüge und Spritpreisbremse ab

Plakat mit der Aufschrift "Ruhe und Entspannung die vier Jahreszeiten im Wald" mit Bildern von Menschen, die durch einen bewaldeten Bereich mit Bäumen und einem Haus gehen, bewirbt Entspannung in der Natur.

Wirtschaftsweise Schnitzer lehnt Subventionen für Sommerflüge und Spritpreisbremse ab

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat sich gegen staatlich subventionierte Rabatte für Sommerflüge ausgesprochen. Gleichzeitig kritisierte sie die jüngste Spritpreisbremse der Regierung als ungerecht und schlecht zielgerichtet. Ihre Warnungen kommen zu einer Zeit, in der die wirtschaftliche Belastung durch globale Lieferrisiken und steigende Preise zunimmt.

Schnitzer lehnte Vorschläge für bezuschusste Urlaubsflüge ab und argumentierte, dass das knappe Kerosin nicht für Freizeitreisen verschwendet werden dürfe. Sie wies darauf hin, dass bei Treibstoffknappheit das Fliegen von selbst weniger werde und die Menschen ihre Pläne anpassen müssten. Statt neuer Subventionen forderte sie Maßnahmen wie ein generelles Tempolimit oder autofreie Sonntage, um die Nachfrage zu drosseln.

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Ihre Kritik richtete sich auch gegen die zu Jahresbeginn eingeführte Spritpreisbremse, die sie als „einen schweren und sozial ungerechten Fehler“ bezeichnete, von dem vor allem wohlhabendere Haushalte profitierten. Zudem warnte Schnitzer davor, Sommerreisen mit neuen Schulden zu finanzieren – das sei finanziell unverantwortlich.

Über die nationale Politik hinaus verwies sie auf die Risiken einer möglichen Blockade der Straße von Hormus. Eine solche Unterbrechung könnte die Transport- und Lebensmittelkosten in die Höhe treiben und den Inflationsdruck weiter verstärken. Schnitzer sagte voraus, dass steigende Preise in den anstehenden Tarifverhandlungen zu höheren Lohnforderungen führen könnten. Dies wiederum könnte die Europäische Zentralbank zu weiteren Zinserhöhungen zwingen.

Trotz der wirtschaftlichen Belastungen verteidigte sie hohe Preise als notwendiges Signal für Knappheit. Statt Subventionen betonte sie die Notwendigkeit von Maßnahmen, die den Verbrauch reduzieren und die Märkte stabilisieren.

Schnitzers Äußerungen unterstreichen ihre Ablehnung kurzfristiger Lösungen wie Subventionen oder schuldenfinanzierter Rabatte. Stattdessen setzt sie sich für eine Politik ein, die die Nachfrage drosselt, um Knappheit und Inflation zu bekämpfen. Ihre Warnungen spiegeln die wachsenden Sorgen um die wirtschaftliche Stabilität angesichts globaler Lieferrisiken und steigender Lebenshaltungskosten wider.

Quelle