17 April 2026, 10:24

Uli Hoeneß polarisiert mit scharfer Kritik an veganer Ernährung und Veganern

Zeitung mit gedrucktem Text und einer Illustration, die "Samuel Hack, Schweinefleischmann und Wursthersteller, Feine Bewdley Würste" zeigt.

Uli Hoeneß polarisiert mit scharfer Kritik an veganer Ernährung und Veganern

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit kritischen Äußerungen über vegane Ernährung in einem aktuellen Podcast für Aufsehen gesorgt. Der 72-Jährige, der selbst eine Vorgeschichte mit Herzerkrankungen hat, bezeichnete Veganismus als schädlich und warf seinen Anhängern vor, übermäßig aggressiv zu sein. Seine Aussagen haben prompt eine Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA hervorgerufen.

Hoeneß äußerte sich während eines Auftritts im Podcast eines bayerischen Radiosenders. Dort behauptete er, eine langfristige vegane Ernährung mache krank, und beschrieb Veganer als militant. Seine Kritik kommt überraschend, da medizinische Studien den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herzkrankheiten und Diabetes in Verbindung bringen – Erkrankungen, unter denen er selbst leidet.

Das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren, das traditionelle Wurstwaren und Fleischprodukte herstellt, wird mittlerweile von seinen Kindern geführt: Sohn Florian verfügt über die alleinige Prokura, Tochter Sabine fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin.

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Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen lud PETA ihn ein, am Programm Veganstart teilzunehmen. Die Initiative soll zu einer pflanzlichen Ernährung ermutigen, die laut Studien die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern kann. Bereits 2014 hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer des Fleischersatz-Herstellers Rügenwalder Mühle, gewarnt, dass verarbeitetes Fleisch eines Tages ähnlich umstritten sein könnte wie Zigaretten.

Hoeneß' deutliche Haltung steht im Widerspruch zu den wachsenden Erkenntnissen über Ernährung und Gesundheit. PETAs Einladung bleibt bestehen, während seine Familie weiterhin ein auf Fleischproduktion basierendes Unternehmen führt. Die Debatte spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen traditioneller Lebensmittelindustrie und dem Aufstieg pflanzlicher Alternativen wider.

Quelle