19 April 2026, 14:27

Tausende protestieren in Köln und Bonn gegen sexualisierte Gewalt und Frauenfeindlichkeit

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein "Solidarität und Feminismus"-Schild, mit geparkten Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Tausende protestieren in Köln und Bonn gegen sexualisierte Gewalt und Frauenfeindlichkeit

Tausende Menschen gingen am Wochenende in Köln und Bonn auf die Straße, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Trotz Kälte und Regen forderten die Demonstrantinnen und Demonstranten besseren Schutz für Frauen und ein Ende von frauenfeindlichen Einstellungen. Das Thema sorgt besonders im Rheinland für große Besorgnis.

Am Samstag zogen in Köln mehr als 5.000 Menschen durch die Stadt, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Viele hielten Schilder hoch, darunter eines mit der Aufschrift "Girls just wanna be safe" – eine Anspielung auf den Hit von Cindy Lauper. Die Kundgebung spiegelte die Wut über anhaltende geschlechtsspezifische Bedrohungen wider.

Am folgenden Tag versammelten sich in Bonn über 500 Demonstrantinnen und Demonstranten vor dem Alten Rathaus im Stadtzentrum. Organisiert wurde die Veranstaltung von einem Bündnis lokaler Parteien – Grünen, CDU, SPD und Volt – und stieß auf breite politische Unterstützung. Rednerinnen und Redner forderten Männer auf, Verantwortung zu übernehmen und Haltungen zu hinterfragen, die Gewalt gegen Frauen ermöglichen.

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Die Proteste fanden vor dem Hintergrund jüngster Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes statt, die ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen, vorwirft, gefälschte Online-Profile von ihr erstellt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Unterdessen kritisierte Tim Achtermeyer, Co-Vorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, sich nicht stärker für strengere Gesetze zum Schutz von Frauen einzusetzen.

Die Demonstrationen in Köln und Bonn zeigten eine wachsende öffentliche Nachfrage nach konsequenteren Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt. Die Protestierenden machten deutlich, dass strukturelle Veränderungen nötig sind, um Frauenfeindlichkeit zu bekämpfen und die Sicherheit von Frauen zu verbessern. Veranstalterinnen und Teilnehmerinnen kündigten an, dass das Thema in der Region weiter im Fokus bleiben wird.

Quelle