02 April 2026, 18:26

Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für Flüchtlingsengagement

Eine Gruppe von Menschen, die eine Straße entlanggehen und eine 'Willkommen Flüchtlinge'-Schleife halten, mit parkenden Autos, Fahrradfahrern, Bäumen, Gebäuden und Himmel im Hintergrund.

Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für Flüchtlingsengagement

Netzwerk Seebrücke Baden-Württemberg erhält Stuttgarter Friedenspreis 2023 für Einsatz für Flüchtlingsrechte

Das Netzwerk Seebrücke Baden-Württemberg ist mit dem Stuttgarter Friedenspreis 2023 ausgezeichnet worden – in Würdigung seines Engagements für sichere Migrationswege, legale Seenotrettung und würdige Lebensbedingungen für Geflüchtete. Bei der Verleihungsfeier hielt der syrische Flüchtling und Bürgermeister Ryyan Alshebl die Laudatio, äußerte aber zugleich Frustration über die deutsche Asyldebattenkultur.

Die Bürgerinitiative «Die AnStifter» und die Stiftung Stuttgarter Friedenspreis überreichten die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Preisgeld fließt in die laufende «Safe Harbors»-Kampagne der Seebrücke, die Städte auffordert, mehr Geflüchtete aufzunehmen, als gesetzlich vorgeschrieben. Bisher beteiligen sich 44 Kommunen in Baden-Württemberg – darunter Stuttgart – an der Initiative.

Im Rahmen der Veranstaltung erhielt auch das Junge Theater der Waldbühne Sigmaringendorf einen Jugendpreis. Alshebl, der aus Syrien floh und später Bürgermeister von Ostelsheim wurde, kritisierte unterdessen die polarisierten Diskussionen zur Asylpolitik in Deutschland. Seine Rede stand im Kontrast zur optimistischen Haltung der Seebrücke-Aktivistin Elena, die betonte, dass die aktuelle europäische Politik grundlegende Menschenrechte verletze.

Über Baden-Württemberg hinaus gewinnt die «Safe Harbors»-Bewegung an Fahrt: Bis April 2026 hatten sich neun Städte und Gemeinden – darunter Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden – offiziell bereit erklärt, zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen. Das Wachstum der Initiative spiegelt lokale Bestrebungen wider, Lücken in der nationalen Asylpolitik zu schließen.

Der Stuttgarter Friedenspreis unterstreicht die Rolle der Seebrücke bei der Neuausrichtung der Flüchtlingshilfe auf kommunaler Ebene. Mit immer mehr Kommunen, die sich «Safe Harbors» anschließen, erweitert sich die Kampagne weiter in ganz Deutschland. Die 5.000 Euro Preisgeld werden die weitere Advocacy-Arbeit für humane Asylbedingungen unterstützen.

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