15 May 2026, 16:26

Sturm "Elli" legt Braunschweig lahm – Winterdienst in der Kritik

Eine Reihe von Fahrrädern, teilweise mit Schnee bedeckt, mit einem Baumstamm und einer Straße daneben.

Sturm "Elli" legt Braunschweig lahm – Winterdienst in der Kritik

Sturm „Elli“ bringt Braunschweig mit heftigen Schneefällen zum Erliegen – Kritik an mangelhafter Winterdienst-Strategie

Der Wintersturm „Elli“ hat Braunschweig unter einer dicken Schneedecke begraben und für massive Behinderungen gesorgt. Straßen wie die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße blieben tagelang ungeräumt oder waren nur teilweise befahrbar. Angesichts der Vorwürfe wegen verzögerter Reaktionen und unzureichender Kapazitäten steht die Stadt nun unter Druck, ihr Winterdienst-Konzept grundlegend zu überprüfen.

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Der Sturm legte die gesamte Region lahm: Züge hatten Verspätungen, Schulen blieben geschlossen, und viele Straßen waren unpassierbar. Obwohl die Räumteams rund um die Uhr im Einsatz waren, türmte sich der Schnee schneller auf, als er beseitigt werden konnte – wichtige Verkehrsadern waren immer wieder blockiert.

Besonders in der Kritik standen die Radwege, von denen einige erst alle 19 Stunden geräumt wurden. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS warf dem städtischen Dienstleister ALBA vor, weder über genug Personal noch über ausreichend Technik für anhaltende Schneefälle zu verfügen. Die Fraktion forderte eine detaillierte Kostenaufstellung für den Ausbau der Kapazitäten und drängte auf eine Überprüfung der Winterdienst-Ressourcen von ALBA.

Der Vorschlag wurde im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss beraten und schließlich in einer Ratssitzung beschlossen. Die Untersuchung soll als Grundlage für künftige Planungen dienen – darunter das Betriebsmodell 2031 und der Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , der nachhaltige Verkehrslösungen in den Vordergrund stellt. Gerade in diesem Bereich hatten die Versäumnisse bei der Schneeräumung zu Rückschlägen geführt.

Im Rahmen der Prüfung wird bewertet, ob die aktuelle Ausstattung von ALBA den Anforderungen Braunschweigs bei Extremwetter gerecht wird. Die Ergebnisse werden die langfristige Verkehrsplanung beeinflussen, insbesondere für den Radverkehr und die öffentliche Erreichbarkeit. Nun muss die Stadt entscheiden, wie sie den Winterdienst verbessert – bevor der nächste Sturm über die Region zieht.

Quelle