SPD-Politikerin Rasha Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reformdebatten
Nathalie BauerSPD-Politikerin Rasha Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reformdebatten
Die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr besuchte kürzlich die Knut-Apotheke in Dresden, um sich über die Herausforderungen vor Ort zu informieren. Im Gespräch mit Apothekeninhaber Michael Gäbe ging es vor allem um anstehende Reformen – insbesondere das Vergütungssystem und den Fachkräftemangel.
Nasr, die selbst keine fachliche Expertise in Gesundheitspolitik mitbringt, wollte sich vor den parlamentarischen Debatten ein Bild von der täglichen Arbeit in Apotheken machen. Gäbe erläuterte, wie Apotheken oft erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten sind: Sie bieten nicht nur Medikamenten-Checks an, sondern auch erweiterte Dienstleistungen, um gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden.
Gäbe betonte, dass eine faire Anpassung der Apothekengebühren entscheidend sei, um die Versorgungsqualität zu sichern. Gleichzeitig warnte er davor, dass eine Ausweitung der Aufgaben für Pharmazeutisch-technische Assistenten ohne Lösung des Personalmangels die Service-Standards und die Patientensicherheit gefährden könnte. Thematisiert wurde auch der systemische Stellenwert von Apothekerinnen und Apothekern als lokal verankerte und verantwortliche Ansprechpartner im Gesundheitswesen.
Nasr nahm Gäbes Sorgen auf und versprach, diese an die Entscheidungsträger in Berlin weiterzugeben. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie die wirtschaftliche Zukunft der Apotheken gesichert werden kann, während gleichzeitig mehr Verantwortung auf die Apotheker übertragen wird.
Der Besuch machte die finanziellen und betrieblichen Belastungen der Apotheken deutlich. Gäbes Argumente konzentrierten sich auf faire Vergütung, stabile Personalplanung und die zentrale Rolle der Apotheker in der Patientenversorgung. Nasrs Zusage, die Anliegen in Berlin vorzubringen, könnte ein erster Schritt sein, um die Branchenprobleme anzugehen.






