Spätaussiedler aus Kasachstan: Warum ihre Zahl in Deutschland stark gesunken ist
Ditmar WellerSpätaussiedler aus Kasachstan: Warum ihre Zahl in Deutschland stark gesunken ist
Deutschland verzeichnete in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren einen deutlichen Anstieg kasachischer Einwanderer, als jährlich Zehntausende ins Land kamen. Diese als Spätaussiedler bekannten Migranten erreichten seitdem deutlich geringere Zahlen. Aktuelle Daten zeigen zwar einen leichten Anstieg, doch bleibt der Trend weit unter den früheren Höchstwerten.
Zu Beginn der 2000er-Jahre ließen sich noch über 38.000 Menschen aus Kasachstan jährlich in Deutschland registrieren. Ab 2010 verlangsamte sich der Zuzug spürbar: Nur noch 508 Spätaussiedler wurden in diesem Jahr erfasst. Zwei Jahre später sank die Zahl weiter auf 422.
In den vergangenen 15 Jahren setzte sich der Rückgang stetig fort. 2024 gab es jedoch einen moderaten Anstieg, als rund 2.546 kasachische Spätaussiedler einreisten. 2025 registrierte Friedland – das zentrale Aufnahmelager für Neuankömmlinge – insgesamt 4.238 Personen, darunter 1.079 aus Kasachstan.
Friedland bleibt für Spätaussiedler die erste Anlaufstelle, wo sie sich anmelden und erste Integrationshilfen erhalten. Die Einrichtung unterstützt Neuankömmlinge beim Übergang in die deutsche Gesellschaft durch Sprachkurse, Wohnungsvermittlung und Berufsberatung.
Zwar ist die Zahl der kasachischen Spätaussiedler seit ihrem Höhepunkt gesunken, doch zeigen die jüngsten Jahre leichte Schwankungen. 2025 wurden in Friedland 1.079 Menschen aus Kasachstan erfasst – ein kleiner Anstieg. Insgesamt deutet der Trend jedoch auf eine deutlich geringere Zuwanderungsrate hin als in den vorherigen Jahrzehnten.






