16 March 2026, 16:27

Spargelkrise in Baden-Württemberg: Ernte und Importe schrumpfen 2025 deutlich

Frische Spargelbündel auf einem Bauernmarkt zum Verkauf ausgestellt, mit einer Person im Hintergrund zwischen Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Baden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelkrise in Baden-Württemberg: Ernte und Importe schrumpfen 2025 deutlich

Baden-Württemberg verzeichnete 2025 Rückgänge bei Spargelimporten und regionaler Ernte

Im Jahr 2025 ging in Baden-Württemberg sowohl die Einfuhr als auch die heimische Ernte von Spargel zurück. Die Landwirte der Region brachten 8.442 metrische Tonnen ein – leicht weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sanken die Importe um 640 metrische Tonnen, was einem Rückgang von 18,3 % gegenüber 2024 entspricht.

Spanien blieb mit einem Anteil von 52,1 % der mit Abstand wichtigste Lieferant für Importware. Es folgten Mexiko, Italien, Peru und Griechenland als zentrale Bezugsquellen. Doch schwere Überschwemmungen und Ernteschäden in Spanien dürften das Exportvolumen verringert haben.

Die heimischen Bauern in Baden-Württemberg begannen 2025 früher als üblich mit der Ernte. Diese Verschiebung verringert oft die Nachfrage nach Importware, da frischer regionaler Spargel schneller auf den Märkten verfügbar ist. Die gesamten Importe beliefen sich im Jahresverlauf auf rund 2.900 metrische Tonnen frischen oder gekühlten Spargel.

Auch beim Verbraucherverhalten zeigten sich leichte Veränderungen: Der Pro-Kopf-Verzehr von Spargel in der Region sank leicht. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach regionalem Grünspargel in Supermärkten weiter an.

Der Rückgang der Importe und die kleinere heimische Ernte deuten auf einen Wandel im Spargelmarkt Baden-Württembergs hin. Frühere Erntezeiten im Inland und wetterbedingte Lieferengpässe in Spanien spielten dabei eine Rolle. Händler verzeichnen zudem ein wachsendes Interesse an heimischen grünen Sorten – auf Kosten importierter Alternativen.

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