19 March 2026, 14:33

Skandal an Uni Freiburg: Jahrelange heimliche Videoaufnahmen erschüttern Campus

Eine Gruppe von Menschen demonstriert vor einem Gebäude auf dem Campus der University of Michigan, hält Schilder und einige mit Kameras, Taschen und Kappen; Bäume und Himmel im Hintergrund.

Skandal an Uni Freiburg: Jahrelange heimliche Videoaufnahmen erschüttern Campus

Verdeckte Kamera-Affäre an der Universität Freiburg löst Forderungen nach lückenloser Aufklärung aus

An der Universität Freiburg hat ein Skandal um heimliche Videoaufnahmen Forderungen nach einer umfassenden Untersuchung ausgelöst. Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger akademischer Mitarbeiter, der über 15 Jahre hinweg angeblich zahlreiche Frauen – sowohl im privaten Umfeld als auch auf dem Campus – gefilmt haben soll. Nun wächst der politische Druck, Antworten zu liefern und Konsequenzen zu ziehen.

Der Fall dreht sich um einen früheren Angestellten, dem vorgeworfen wird, Frauen ohne deren Einwilligung heimlich aufgenommen zu haben. Berichten zufolge erstreckten sich die Taten über mehr als ein Jahrzehnt und könnten mehrere hundert Betroffene betreffen. Bisher gibt es jedoch keine offiziellen Unterlagen, die belegen, ob jemals Beschwerden bei der Universität oder den Behörden eingingen.

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Die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast fordert eine gründliche und transparente Aufklärung. Sie hinterfragt, wie das Fehlverhalten so lange unentdeckt bleiben konnte und wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind. Die Politikerin besteht darauf, dass die Universität die Verantwortung für den Schutz von Studierenden und Mitarbeitenden übernehmen muss.

Saint-Cast drängt auf sofortige Maßnahmen, darunter strengere Schutzvorschriften, klarere Meldewege und wirksamere Präventionsstrategien. Diese Schritte sollen verhindern, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholen oder weiter ausweiten. Die Universität hat meanwhile versprochen, sich enger mit der Campus-Gemeinschaft auszutauschen und interne Reformen einzuleiten.

Der Fall hat das Vertrauen in die Universität Freiburg tief erschüttert. Transparenz, Rechenschaftspflicht und die Unterstützung der Opfer bleiben zentrale Prioritäten für die Zukunft. Sowohl die Behörden als auch die Hochschule sehen sich zunehmend mit der Forderung konfrontiert, die Versäumnisse aufzuarbeiten, die den Skandal über Jahre hinweg ermöglicht haben.

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