11 May 2026, 02:24

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischem Partner retten

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit begleitendem Text zeigt.

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischem Partner retten

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat einen kühnen Plan vorgelegt, um die Zukunft des Volkswagen-Werks in Zwickau zu sichern. Sein Vorschlag sieht eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen Automobilhersteller vor, um ungenutzte Produktionskapazitäten auszulasten. Damit sollen Arbeitsplätze gesichert und das kämpfende E-Auto-Werk wiederbelebt werden.

Das Werk in Zwickau war 2019 Europas erste rein auf Elektrofahrzeuge ausgerichtete Fabrik. Doch die Nachfrage nach den ID-Modellen liegt deutlich unter den Erwartungen, was zu Produktionskürzungen und Stellenabbau führte. Rund 10.000 Menschen arbeiten direkt am Standort, weitere 30.000 Jobs hängen indirekt davon ab.

Panter setzt auf ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller. Er betonte, China sei heute führend in der Elektromobilität und treibe die Innovation maßgeblich voran. Eine solche Partnerschaft müsste jedoch strenge europäische Regeln und Standards einhalten, um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.

Ursprünglich hatte Volkswagen geplant, das Zwickauer Werk bis Januar 2027 in die Hauptproduktion zu integrieren. Diese Entscheidung wurde nun verschoben – was Panters Forderung nach schnellem Handeln zusätzlichen Druck verleiht.

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Ziel des Plans ist es, die Produktion in Zwickau zu stabilisieren und die Arbeitsplätze zu erhalten. Bei einer Umsetzung würde dies einen strategischen Kurswechsel für Volkswagen bedeuten: die Verbindung deutscher Ingenieurskunst mit chinesischem Know-how im Bereich Elektrofahrzeuge. Ob es dazu kommt, hängt von den anstehenden Verhandlungen und behördlichen Genehmigungen in den kommenden Monaten ab.

Quelle