QSens-Verbund sichert 15 Millionen Euro für Quantensensoren der Zukunft
Piotr DietzQSens-Verbund sichert 15 Millionen Euro für Quantensensoren der Zukunft
Der QSens-Verbund, eine Kooperation führender Universitäten und Industriepartner, hat zusätzliche Fördergelder in Höhe von 15 Millionen Euro eingeworben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte die Mittel im Rahmen des Wettbewerbs Clusters4Future und verlängert damit die Unterstützung um weitere drei Jahre. Die Investition soll die Quantensensor-Technologie näher an die praktische Anwendung in Bereichen wie Gesundheitswesen und erneuerbare Energien bringen.
Unter der Leitung der Universität Stuttgart vereint der QSens-Verbund die Universitäten Ulm und Tübingen, drei Forschungseinrichtungen sowie 17 Industriepartner. Sein Ziel: Quantentechnologien weiterzuentwickeln, in autonome Systeme zu integrieren und aus den Laboren in die industrielle Praxis zu überführen.
In der ersten Förderphase schuf der Verbund ein Innovationsökosystem, das Forschungseinrichtungen, Großkonzerne, mittelständische Unternehmen (KMU) und Start-ups vernetzt. Nun rückt in der zweiten Phase die Biomedizin in den Fokus – etwa durch Quantensensoren für die Steuerung intelligenter Prothesen oder die Früherkennung von Krankheiten.
Zudem plant der Verbund die Gründung eines offiziellen Vereins und den Ausbau der Plattform Quantum4SME. Damit erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Zugang zu Reinraumlabors und hochmoderner Ausstattung. Erste QSens-Produkte könnten in der dritten Umsetzungsphase auf den Markt kommen.
Die Initiative Clusters4Future zielt darauf ab, den Wissensaustausch zu fördern, wirtschaftliches Wachstum anzukurbeln und Deutschlands Position als globaler Innovationsführer zu stärken. Da Quantensensoren kurz vor der Marktreife stehen, könnte die Arbeit des QSens-Verbunds bald Branchen von der Medizin bis zum Internet der Dinge prägen. Die nächsten drei Jahre werden entscheidend sein, um aus Forschung marktfähige Lösungen zu machen.






