05 May 2026, 23:10

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und reaktiv

Detailierte Wandkarte des iranisch-sowjetischen Grenzverlaufs mit geographischen Merkmalen, Landesgrenzen und Text mit Grenzinformationen.

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und reaktiv

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er warnte, dass die aktuelle Lage in der Straße von Hormus ein inakzeptables Ausmaß erreicht habe. Seine Äußerungen richteten sich sowohl gegen das iranische Regime als auch gegen die Reaktion der Bundesregierung auf die jüngsten Eskalationen.

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Nouripour warf dem Iran vor, gezielt zivile Frachtschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Er betonte, dass es in der Region keinen offiziellen Waffenstillstand gebe, wodurch Handelsschiffe weiter gefährdet seien. Der Grünen-Politiker kritisierte zudem, die deutsche Politik sei mittlerweile rein reaktiv und unternehme keine entschlossenen Schritte.

Besonders hart ging er mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) ins Gericht: Die Bundesregierung habe zu wenig unternommen, um den iranischen Aktionen entgegenzuwirken. Nouripour äußerte die Befürchtung, das iranische Regime glaube nun, in Verhandlungen die stärkere Position innezuhaben. Um dies zu ändern, forderte er die europäischen Staaten auf, die direkt von Irans Verhalten betroffen sind, eigenständige Initiativen zu ergreifen – statt auf umfassendere Abkommen zu warten.

Nouripours Aussagen unterstreichen die wachsende Sorge über Irans Aggression in einer der wichtigsten globalen Schifffahrtsrouten. Sein Appell für europäisch geführte Verhandlungen spiegelt die Frustration über die aktuelle Haltung Deutschlands wider. Die Lage bleibt angespannt, ohne dass sich kurzfristig eine Deeskalation in der Straße von Hormus abzeichnet.

Quelle