Mercedes nutzt Blockchain, um CO₂-Spuren in der Batterie-Lieferkette zu verfolgen
Piotr DietzMercedes nutzt Blockchain, um CO₂-Spuren in der Batterie-Lieferkette zu verfolgen
Mercedes-Benz setzt als erster Autohersteller Blockchain-Technologie ein, um CO₂-Emissionen in der Lieferkette für Batteriezellen nachzuverfolgen. Der Schritt ist Teil des Unternehmensprogramms Ambition2039, das innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte eine vollständig klimaneutrale Pkw-Flotte anstrebt.
Das neue System erfasst den gesamten Produktionsweg wichtiger Rohstoffe – von ihrer Herkunft bis zu den bei jedem Verarbeitungsschritt entstehenden Emissionen. Zunächst liegt der Fokus auf Materialien mit hohem CO₂-Ausstoß wie Stahl, Aluminium und Batteriezellen.
Schon im vergangenen Jahr hatte Mercedes-Benz einen Blockchain-Prototypen in Auftrag gegeben, um Verträge entlang der gesamten Lieferkette lückenlos und transparent zu dokumentieren. Nun wird die Technologie erweitert, um klimarelevante Gase zu überwachen und nachhaltige Beschaffungspraktiken zu überprüfen.
Ziel des Projekts ist es, nicht nur bei direkten Zulieferern, sondern im gesamten Netzwerk für mehr Transparenz zu sorgen. Die gesammelten Daten sollen offenlegen, ob die von der Daimler-Konzernmutter vorgegebenen Nachhaltigkeitsstandards in jedem Schritt eingehalten werden.
Das blockchainbasierte Tracking-System markiert für Mercedes-Benz einen ersten Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Durch die Priorisierung von CO₂-Einsparungen und nachhaltiger Beschaffung will das Unternehmen die Verantwortung in seiner Lieferkette stärken. Die Ergebnisse werden künftige Einkaufsentscheidungen maßgeblich beeinflussen.






