Legendäres Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 20 Jahren
Nathalie BauerLegendäres Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 20 Jahren
Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat nach zwei Jahrzehnten der Schließung wieder seine Pforten geöffnet. Das Lou Calen, einst ein geliebter Rückzugsort für Stars wie David Bowie, empfängt nun unter kanadischer Führung eine neue Generation von Gästen. Die Geschichte dieses Ortes bleibt jedoch untrennbar mit Huguette Caren verbunden – der Frau, die ihn einst zu einer kulturellen Ikone machte.
Die Geschichte des Lou Calen begann 1944, als ein junger amerikanischer Soldat der zehnjährigen Huguette Caren im kriegsgebeutelten Cotignac statt Süßigkeiten einen Ring schenkte. Jahrzehnte später, 1972, kaufte sie ein Haus im selben Dorf und verwandelte es in ein Hotel mit Restaurant. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Lou Calen zu einem Anziehungspunkt für Künstler und Musiker – darunter Mitglieder von Pink Floyd.
Später brachte Caren ihr kulinarisches Talent nach Palm Springs, wo sie ein weiteres Restaurant eröffnete. Dort traf sie zufällig den gleichen Soldaten wieder, der ihr einst den Ring geschenkt hatte. Obwohl sie das Lou Calen irgendwann verließ, blieb ihre Verbindung zum Ort bestehen – sie veröffentlichte sogar ein Kochbuch mit Rezepten und Erinnerungen an das Haus.
2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das lange verwaiste Anwesen. Er restaurierte es als kulturelles und künstlerisches Hotel, ergänzte es um ein Kunstzentrum, eine Bar, ein mit einem Michelin Green Star ausgezeichnetes Restaurant sowie stilvolle Gästezimmer. Die Wiederbelebung zieht nun ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner mittlerweile den größten Anteil der Besucher stellen.
Das Lou Calen ist zurück als lebendiger Ort, der seine legendäre Vergangenheit mit modernem Charme verbindet. Die Neuauflage unter Porters Führung sichert sein Erbe, während Huguette Carens Einfluss weiterhin in seiner Geschichte verwoben bleibt. Heute erleben Gäste einen Ort, an dem Kunst, Musik und Gastronomie nach wie vor blühen.






