Lada Deutschland stellt nach jahrzehntelanger Präsenz den Betrieb ein
Nathalie BauerLada Deutschland stellt nach jahrzehntelanger Präsenz den Betrieb ein
Lada Deutschland GmbH, die deutsche Tochter des russischen Automobilherstellers AvtoVAZ, stellt endgültig den Betrieb ein. Der Schritt erfolgt, nachdem das Unternehmen nach Jahren rückläufiger Verkäufe und regulatorischer Hürden in die Insolvenz gerutscht ist.
Die Probleme begannen 2019, als AvtoVAZ die Lieferung von Lada-Fahrzeugen in die EU einstellte. Die Modelle erfüllten nicht die strengeren Abgasnormen der Stufe Euro 6d-TEMP, und eine Nachrüstung der Motoren erwies sich als zu kostspielig. Lada Deutschland versuchte sich mit dem Verkauf des Geländewagens Niva über Wasser zu halten, doch die Absatzzahlen blieben schwach.
In den vergangenen Jahren schrumpfte Ladas Präsenz in Deutschland dramatisch. Die jährlichen Verkäufe sanken auf gerade einmal wenige Dutzend Fahrzeuge. Die Lage verschärfte sich nach 2022, als Sanktionen und logistische Probleme die Lieferung von Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland zum Erliegen brachten.
Jahrzehnte zuvor hatte Lada Deutschland noch eine Schlüsselrolle auf dem deutschen Markt gespielt. In den 1990er-Jahren half das Unternehmen dem südkoreanischen Hersteller Kia, sich in Deutschland zu etablieren. Doch bis 2024, ohne Neuwagen, ohne Ersatzteilversorgung und ohne Aussicht auf Besserung, trat das Unternehmen in die finale Phase der Insolvenz ein.
Die Schließung markiert das Ende von Ladas langer Geschichte in Deutschland. Ohne konforme Modelle, Ersatzteile oder Neulieferungen ist die Marke vom Markt verschwunden. Das Insolvenzverfahren befindet sich nun in seiner letzten Phase.






