Kaufland eröffnet medizinische Sprechstunde in Supermarkt – Pilotprojekt gegen Ärztemangel
Nathalie BauerKaufland eröffnet medizinische Sprechstunde in Supermarkt – Pilotprojekt gegen Ärztemangel
In einem Kaufland-Supermarkt in Mosbach hat ein neuer medizinischer Service seine Türen geöffnet. Der "S Medical Room" bietet Telemedizin-Sprechstunden und grundlegende Gesundheitschecks an. Das Pilotprojekt richtet sich vor allem an Regionen, in denen Hausärzte Mangelware sind.
Hinter der Initiative stehen Kaufland und die Sana Kliniken, Deutschlands größter Krankenhausbetreiber. Sana betreibt bundesweit 46 Krankenhäuser und 57 Medizinische Versorgungszentren. Unternehmenschef Thomas Lemke betonte, dass es dem Konzern darum gehe, die medizinische Versorgung für alle zugänglich zu halten.
Der Standort in Mosbach fungiert als Außenstelle des Sana-Medizinischen Versorgungszentrums in Neckarsulm. Vor Ort unterstützen medizinische Fachangestellte die Patienten und führen gegen Selbstzahlung kleinere Untersuchungen durch. Zudem können Nutzer über Telemedizin-Dienste Ärzte remote konsultieren.
Die Schwarz Gruppe, die Muttergesellschaft von Kaufland, ist bereits im Gesundheitssektor aktiv: Viele ihrer Filialen beherbergen Apotheken, deren Pachtverträge oft über ein Berliner Unternehmen abgewickelt werden. Zur Gruppe gehört zudem das Datenunternehmen SlackIT, und sie verwaltet den Datenknotenpunkt des Deutschen Apothekerverbands. Nun plant der Konzern, ähnlich wie der Drogeriehändler dm, in den Versandapotheken-Markt einzusteigen.
Der "S Medical Room" konzentriert sich zunächst auf Regionen mit Ärztemangel. Bisher ist Mosbach der einzige bestätigte Standort. Ob und wann weitere Filialen folgen, haben Sana und Kaufland noch nicht bekannt gegeben.






