Karlsruhe digitalisiert Bahn- und Straßenbahnnetz für bessere Fahrgast-Servicequalität
Ditmar WellerKarlsruhe digitalisiert Bahn- und Straßenbahnnetz für bessere Fahrgast-Servicequalität
Karlsruhe rüstet Bahn- und Straßenbahn-Leitsysteme mit digitaler Technologie auf
Die Stadt Karlsruhe modernisiert ihre Steuerungssysteme für Züge und Straßenbahnen mit neuer Digitaltechnik. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen INIT werden die Abläufe bei zwei lokalen Verkehrsbetrieben auf den neuesten Stand gebracht. Die Umstellung soll die Kommunikation, Überwachung und den Service für Fahrgäste im gesamten Netz verbessern.
An dem Projekt sind die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) und die Albtal-Verkehrsgesellschaft mbH (AVG) beteiligt. Der Bordcomputer COPILOTpc von INIT wird künftig die Kommunikation in allen Stadtbahnfahrzeugen steuern. Fahrer erhalten Echtzeit-Anzeigen zum Fahrzeugstatus und zu Fahrgastinformationen.
Die Leitstellen der VBK bekommen über ihr bestehendes ITCS-System Zugriff auf die Zugpositionen und Fahrpläne der AVG. Zudem wird die Funkkommunikation zwischen den Kontrollzentren und den Zügen optimiert. Die Aufrüstung sorgt für eine reibungslosere Abstimmung zwischen den beiden Verkehrsunternehmen.
Um EU-Standards zu erfüllen, führt die AVG die TAP-TSI-Richtlinie ein, die die Kompatibilität mit anderen Bahnnetzen verbessert. Das Betriebsleitsystem DatNet der ETC Solutions GmbH ergänzt die Steuerung der AVG um bahnspezifische Funktionen. Die aktualisierte Software wird schrittweise in den bestehenden Fahrzeugen sowie in 148 neuen Stadtbahnzügen ab 2025 eingeführt – diese sind Teil einer gemeinsamen Bestellung mit anderen Verkehrsunternehmen.
Das neue System verbindet das Karlsruher Stadtzentrum mit dem Umland, darunter den Schwarzwald und die lokalen Weinberge. Fahrgäste können nach Abschluss der Modernisierung mit höherer Zuverlässigkeit und effizienteren Verbindungen rechnen.
Die digitale Umstellung bringt Echtzeit-Überwachung, verbesserte Kommunikation und EU-konforme Interoperabilität. Sowohl die VBK als auch die AVG profitieren von der neuen Technologie, deren schrittweise Einführung ab 2025 beginnt. Ziel der Änderungen ist es, die Abläufe zu optimieren und die Reiseerfahrung für Fahrgäste in der gesamten Region zu verbessern.






