Jugendliche klettern auf Zug in Rastatt – Gleise gesperrt und Beamte beleidigt
Ditmar WellerJugendliche klettern auf Zug in Rastatt – Gleise gesperrt und Beamte beleidigt
Zwei rumänische Staatsbürger wurden am Sonntagabend von der Polizei auf frischer Tat ertappt, nachdem sie auf einen abgestellten Zug am Bahnhof Rastatt geklettert waren. Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Sperrung der Gleise, während die Behörden mögliche Schäden prüften. Beide Männer müssen sich nun wegen Hausfriedensbruchs und weiterer Straftaten verantworten.
Die Bundespolizei entdeckte das Duo – 18 und 17 Jahre alt – gegen 20:30 Uhr in der Unterführung des Rastatter Bahnhofs. Ein Zeuge hatte zuvor gemeldet, mehrere Jugendliche auf einem abgestellten Autotransportzug klettern und über die Gleise laufen gesehen zu haben. Als die Beamten die beiden ansprachen, flohen diese, wurden jedoch kurz darauf von Landes- und Bundespolizisten gestellt.
Das Klettern auf Eisenbahnwaggons birgt erhebliche Gefahren, da die Oberleitungen mit 15.000 Volt unter Spannung stehen und tödliche Lichtbögen auslösen können. Wegen der akuten Gefahr wurden die Gleise vorübergehend gesperrt und die Oberleitungen geerdet, während Inspektoren nach Schäden suchten.
Der jüngere der beiden, ein Minderjähriger, wurde nach einer polizeilichen Belehrung über die Risiken an seine gesetzlichen Vertreter übergeben. Beim Verlassen des Bahnhofs beleidigte der Jugendliche die Beamten jedoch verbal, woraufhin ein zusätzliches Verfahren wegen Beleidigung von Vollstreckungsbeamten eingeleitet wurde.
Gegen beide wurde zudem eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit wegen unbefugten Betretens des Bahnbereichs erstattet. Ähnliche gefährliche Mutproben auf Eisenbahnanlagen sind in Deutschland im vergangenen Jahr nicht registriert worden.
Der Vorfall führte zu Behinderungen im Zugverkehr, während die Sicherheitsüberprüfungen liefen. Die beiden Beschuldigten bleiben wegen des Hausfriedensbruchs unter Untersuchung – im Fall des Minderjährigen kommt die Beleidigung der Beamten hinzu. Die Behörden warnten erneut eindringlich vor den lebensgefährlichen Risiken, die mit dem Betreten von Zügen oder Bahnanlagen verbunden sind.






