Hertha BSC siegt dramatisch in Unterzahl – 16-Jähriger schreibt Geschichte
Nathalie BauerHertha BSC siegt dramatisch in Unterzahl – 16-Jähriger schreibt Geschichte
Hertha BSC Berlin sichert sich dramatischen 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth in der 2. Bundesliga – trotz fast 60 Minuten in Unterzahl
Ein historischer Moment überschattete den knappen Erfolg: Der 16-jährige Kennet Eichhorn wurde mit seinem Tor zum jüngsten Torschützen der Ligageschichte.
Das Spiel nahm für Hertha bereits in der 32. Minute eine ungünstige Wende, als Josip Brekalo mit einer Roten Karte des Platzes verwiesen wurde. Fast eine Stunde lang musste die Mannschaft ihre Führung mit nur zehn Spielern verteidigen – eine taktische Meisterleistung.
Eichhorn brach mit einem cleveren Treffer die frühe Führung: Mit einer schnellen Körperfinte täuschte er Reno Münz aus und vollendete aus zehn Metern präzise. Sein Tor im Alter von 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen pulverisierte den seit 1985 von Gunther Reeg gehaltenen Rekord – und das um ganze 52 Tage. Teamkollege Fabian Reese feierte ihn nach dem Spiel als den „Finten-König aus Brandenburg“ und prophezeite ihm eine glänzende Zukunft.
Michael Cuisance erhöhte mit dem 2:0, doch Noel Futkeu gelang in der Schlussphase noch der Anschlusstreffer. Die Gäste aus Fürth warfen alles nach vorn, doch Hertha hielt die knappe Führung bis zum Abpfiff.
Abseits des Platzes: Umbruch bei Hertha BSC Der Verein bestätigte, die Verträge von fünf Spielern nicht zu verlängern – darunter denen von Abwehrspieler Toni Leistner. Der 33-Jährige, der jahrelang in Berlin spielte, zeigte sich überrascht von der Entscheidung, deutete aber an, künftig eine andere Rolle im Klub übernehmen zu könnten. Bei seinem emotionalen Abschied betonte er gegenüber den Fans: „Berlin ist blau-weiß“ – eine Anspielung auf seine Vergangenheit beim Stadtrivalen 1. FC Union Berlin.
Der Sieg festigt Herthas Aufwärtstrend in einer Phase des Umbruchs. Eichhorns Rekordtor bleibt ein Höhepunkt in einer Saison, in der der Verein seinen Kader neu formt. Gleichzeitig markiert Leistners Abschied das Ende einer Ära für mehrere langjährige Spieler.






