Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz mit zugeklebter Schnauze misshandelt und tot aufgefunden
Piotr DietzGrausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz mit zugeklebter Schnauze misshandelt und tot aufgefunden
Verwundetes Rehkitz in Bodelshausen mit Schnauze brutal zugeklebt entdeckt
In Bodelshausen im Landkreis Tübingen wurde ein junges Rehkitz mit zugeklebter Schnauze auf grausame Weise misshandelt aufgefunden. Anwohner entdeckten das verletzte Tier am 20. Juni in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung. Trotz Rettungsversuchen verendete das Kitz später in der Nähe desselben Ortes.
Zunächst war das Tier mit Klebeband fest um die Schnauze gewickelt gesichtet worden. Helfern gelang es, das Band zu entfernen, und sie setzten das Reh in der Nähe einer Waldhecke frei. Traurigerweise wurde das Tier am Montagabend tot aufgefunden – nicht weit von der Stelle entfernt, an der es ursprünglich entdeckt worden war.
Tierquälerei ist in Deutschland ein schweres Vergehen. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes können solche Taten mit Geldstrafen oder sogar bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Die Tierrechtsorganisation PETA hat sich eingeschaltet und setzt eine Belohnung von 2.050 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Verantwortlichen führen.
Studien deuten auf einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen Tiermisshandlung und schwerer Gewaltkriminalität hin. Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes schätzt, dass 80 bis 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter eine Vorgeschichte von Tierquälerei aufweisen.
Die Ermittlungen zu dem Fall laufen weiterhin, während die Behörden nach Spuren des Täters suchen. Mit der ausgesetzten Belohnung hofft PETA, Zeugen zur Aussage zu bewegen. Der Vorfall wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die rechtlichen Konsequenzen von Tierquälerei, sondern auch auf deren mögliche Verbindung zu weiteren Gewaltmustern in der Gesellschaft.






