Fußball trifft auf Aktivismus: Leere Ränge kämpfen für ME/CFS-Betroffene
Ditmar WellerFußball trifft auf Aktivismus: Leere Ränge kämpfen für ME/CFS-Betroffene
Ein einzigartiges Fußballspiel findet am Sonntag, den 3. Mai 2023, statt: Der SV Wehen Wiesbaden und die fangetragene Initiative Leere Ränge (Empty Stands) veranstalten gemeinsam ein Spiel, das auf Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS), Long COVID und Post-Vakzinations-Syndrom aufmerksam machen soll. Doch es geht um mehr als nur um den Sport – die Kampagne will Verständnis und Solidarität mit Betroffenen fördern.
Anpfiff gegen den VfL Osnabrück ist um 16:30 Uhr, doch die Aktion reicht weit über das Spielfeld hinaus. Leere Ränge, die sich für bessere öffentliche Aufmerksamkeit, medizinische Versorgung und Forschung einsetzt, hat mit dem Verein eine Veranstaltung organisiert, die Betroffenen eine Stimme gibt. Ein Informationsstand klärt über ME/CFS auf, während eine Pfandsammelaktion Spenden für die ME/CFS Forschungsstiftung einbringt.
Für diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht im Stadion sein können, bietet der Verein eine ruhige Alternative: Betroffene und ihre Angehörigen sind eingeladen, das Spiel in der vereinseigenen Lounge zu verfolgen – in einer geschützten und angenehmeren Umgebung. Diese Geste unterstreicht das zentrale Anliegen der Kampagne: die rund 650.000 Menschen in Deutschland, die mit ME/CFS leben, sichtbar zu machen und zu unterstützen.
Die Zusammenarbeit zeigt, welche Hürden viele Betroffene überwinden müssen, um an öffentlichen Veranstaltungen wie Fußballspielen teilzunehmen. Durch die Verbindung von Fans, Familien und Aktivist:innen will die Initiative langfristig etwas bewegen – hin zu einem besseren Verständnis und einer besseren Behandlung dieser oft unsichtbaren Erkrankungen.
Die Kampagne verbindet Fußball mit Aktivismus und nutzt das Spiel als Plattform für Aufklärung und Spendensammlung. Besucher:innen können sich über ME/CFS informieren, die Forschung unterstützen und Solidarität zeigen. Die Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt, um Erkrankungen, die häufig übersehen werden, mehr Anerkennung zu verschaffen.






