20 April 2026, 04:22

Bundesregierung will begleiteten Alkoholkonsum für Jugendliche ab 14 verbieten

Karte von Australien in Rot geschattert, um verschiedene Prozentanteile von unteralterigen Teenagern in den Bundesstaaten anzuzeigen, mit Text unten, der besagt "Unteralterige Teenager können auf die Sex-Täter-Liste gesetzt werden, wenn sie einvernehmlichen Sex haben."

Bundesregierung will begleiteten Alkoholkonsum für Jugendliche ab 14 verbieten

Die Bundesregierung will das begleitete Trinken von Alkohol für Jugendliche ab 14 Jahren beenden. Ein Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien (CDU) sieht vor, die bisherige Ausnahme zu streichen, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, Bier, Wein oder Sekt in Begleitung ihrer Eltern zu trinken. Der Vorschlag ist Teil einer umfassenden Reform des Jugendschutzgesetzes.

Mit der geplanten Änderung will das Ministerium den sogenannten "Alltagssüchten" bei jungen Menschen entgegenwirken. Beamte argumentieren, dass strengere Regeln notwendig seien, um die wachsende Sorge über den Alkoholkonsum Minderjähriger zu bekämpfen. Im Entwurf heißt es, die Maßnahme spiegle "die Notwendigkeit wider, das wachsende Suchtproblem ernst zu nehmen".

Die Novelle würde eine langjährige Regelung abschaffen, die es Kindern ab 14 Jahren bisher gestattete, in Gegenwart eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten Alkohol zu konsumieren. Diese Ausnahme besteht seit Jahren, steht nun aber auf dem Prüfstand. Der Entwurf ist Teil eines größeren Gesetzespakets zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe.

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Derzeit wird der Vorschlag mit Beteiligten wie Gesundheitsexperten und Jugendorganisationen beraten. Bei Zustimmung könnte der Bundestag das Gesetz noch vor Jahresende verabschieden.

Die Abschaffung des begleiteten Alkoholkonsums würde einen deutlichen Kurswechsel in Deutschlands Umgang mit dem Alkoholkonsum Minderjähriger bedeuten. Die präventive Ausrichtung der Regierung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Beamte auf die Risiken eines frühen Kontakts mit suchterzeugenden Substanzen hinweisen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Abgeordneten, die noch in diesem Jahr abstimmen sollen.

Quelle