Bosch-Stellenabbau trifft Baden-Württemberg: 13.000 Jobs in Gefahr – Wut und Unsicherheit wachsen
Murat JähnBosch-Stellenabbau trifft Baden-Württemberg: 13.000 Jobs in Gefahr – Wut und Unsicherheit wachsen
Boschs Pläne zum Abbau von 13.000 Stellen in Deutschland stürzen Beschäftigte in Baden-Württemberg in Unsicherheit. Am Standort Buhl wuchs nach einer Betriebsratssitzung, die keine klaren Antworten lieferte, die Frustration. Mitarbeiter und lokale Vertreter äußern nun Wut über das Ausmaß der Stellenstreichungen.
Das Unternehmen hatte Ende 2024 angekündigt, dass von den 13.000 Stellenabbau-Maßnahmen 4.500 Jobs an drei zentralen Standorten betroffen sein würden: Stuttgart-Feuerbach (2.500), Schwieberdingen (1.500) und Waiblingen. Auch das Werk in Buhl, das zur Region Buhlertal gehört, ist schwer getroffen. Bürgermeister Hubert Schnurr bezeichnete die Kürzungen als "harten Schlag" und warnte, der Verlust der Hälfte der Belegschaft würde die Gemeinde schwer erschüttern.
Bei einer jüngsten Betriebsratssitzung in Buhl war die Stimmung angespannt. Francesco Tramonti, Vorsitzender des Betriebsrats, äußerte die Befürchtung, der Standort könnte langfristig komplett geschlossen werden. Die Gewerkschafterin Katrin Mayer kritisierte das Fehlen von Führungskräften des Konzerns, das die Belegschaft ohne ausreichende Erklärungen zurücklasse. Die Atmosphäre war von Enttäuschung geprägt – konkrete Lösungsvorschläge seitens des Arbeitgebers blieben aus.
Als Reaktion haben IG Metall Offenburg und der Betriebsrat angekündigt, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Sie fordern dringende Gespräche mit Bosch, um die Zukunft des Werks zu sichern und Alternativen zu den Entlassungen zu prüfen.
Die Stellenstreichungen haben eine Welle des Widerstands bei Gewerkschaften und lokalen Politikern ausgelöst. Da eine schnelle Lösung nicht in Sicht ist, rückt nun die Verhandlung über das Überleben des Standorts in den Fokus. Die Beschäftigten in Buhl und in ganz Baden-Württemberg warten gespannt auf die nächsten Schritte.






