Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – und sagt Nein zum Ministeramt
Ditmar WellerDebatte um Ministerpost: Palmer will Tübingen-Mayor bleiben - Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – und sagt Nein zum Ministeramt
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat bekannt gegeben, dass er in seinem aktuellen Amt bleiben wird. Die Entscheidung fällt nach wochenlanger Spekulation über einen möglichen Ministerposten in der nächsten Landesregierung Baden-Württembergs.
Palmer teilte die Neuigkeit direkt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.
Gerüchte über einen möglichen Eintritt Palmers in das Staatskabinett hatten die Runde gemacht. Sein Name war im Zusammenhang mit einem Ministeramt genannt worden, während Baden-Württemberg die Bildung der nächsten Landesregierung vorbereitet.
Bevor er seine Entscheidung öffentlich machte, informierte Palmer seinen Parteikollegen Cem Özdemir von den Grünen. Damit endet die Unsicherheit, ob er die Kommunalpolitik für eine Rolle auf Landesebene verlassen würde.
Palmers Schritt folgt auf eine lange Phase grüner Führung in der Region. Winfried Kretschmann, Deutschlands erster grüner Ministerpräsident, regierte Baden-Württemberg 15 Jahre lang, bevor er 2026 zurücktrat. Während seiner Amtszeit bildeten die Grünen zunächst eine Koalition mit der SPD (2011–2016) und später mit der CDU (2016–2026).
Mit Palmers Bestätigung bleibt er weiterhin Oberbürgermeister von Tübingen. Die Ankündigung nimmt ihn aus dem Kreis der Kandidaten für einen Ministerposten im Land. Seine Entscheidung hält ihn vorerst im Zentrum der kommunalen Politik.