03 April 2026, 02:22

Banula macht E-Auto-Laden günstiger mit privatem Stromvertrag

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenender Infrastruktur, Grünfläche und einer Brücke im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Banula macht E-Auto-Laden günstiger mit privatem Stromvertrag

Ein neues Projekt revolutioniert das Laden von Elektroautos an öffentlichen Säulen. Unter dem Namen Banula ermöglicht es Fahrzeughaltern, ihre privaten Stromverträge beim Aufladen zu nutzen – statt wie bisher auf teure Roaming-Vereinbarungen angewiesen zu sein. Die vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO koordinierte Initiative hat nun in Deutschland einen wichtigen Meilenstein erreicht.

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Ziel von Banula ist es, das Laden von E-Autos günstiger zu machen, indem das sogenannte Durchleitungsmodell der Bundesregierung umgesetzt wird. Dieses System erlaubt es Fahrern, ihren eigenen Stromliefervertrag an jeder öffentlichen Ladesäule zu nutzen. Bisher basierten die meisten Stationen auf festen Roaming-Verträgen, was oft zu höheren Kosten führte.

An einem Pilot-Standort im baden-württembergischen Harthausen, betrieben vom Projektpartner OLI Systems, ist bereits eine Test-Ladesäule in Betrieb. Die von Amperfied gelieferte Station zeigt, wie die Abrechnung funktioniert: Sie erfasst sowohl die Nutzungsgebühr für die Infrastruktur als auch den tatsächlichen Stromverbrauch jedes Fahrers. OLI Systems verwaltet zudem virtuelle Bilanzkreise in drei der vier deutschen Netzgebiete und unterstützt so den Anschluss weiterer Anbieter an das Banula-Netzwerk.

An dem Projekt sind sieben weitere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft beteiligt. Aktuell läuft es im Netzgebiet von TransnetBW und wird bald auf das Gebiet eines zweiten Übertragungsnetzbetreibers ausgeweitet. Langfristig könnten auch große Netzbetreiber wie TenneT, Amprion und TransnetBW eingebunden werden – Unternehmen, die die Hochspannungsnetze verwalten und den Netzausbau für die Elektromobilität vorantreiben.

Banula bereitet nun die bundesweite Einführung seines Abrechnungsmodells vor. Durch die Nutzung privater Stromverträge könnten die Ladekosten für E-Auto-Fahrer deutlich sinken. Der nächste Schritt hängt davon ab, inwieweit sich die deutschen Übertragungsnetzbetreiber der Initiative anschließen.

Quelle