Baden-Württemberg unterzeichnet historischen Gesellschaftsvertrag für Landwirtschaft und Biodiversität
Murat JähnBaden-Württemberg unterzeichnet historischen Gesellschaftsvertrag für Landwirtschaft und Biodiversität
Baden-Württemberg setzt Meilenstein für die Zukunft von Landwirtschaft und Natur
Die Landesregierung Baden-Württembergs hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Zukunft der Landwirtschaft und der biologischen Vielfalt in der Region zu sichern. Am 7. Oktober 2024 unterzeichnete sie einen "Gesellschaftsvertrag für die Zukunft der Landwirtschaft und der Biodiversität". Die Vereinbarung ist das Ergebnis von fast zwei Jahren intensiver Gespräche und vereint Landwirt:innen, Naturschützer:innen und weitere zentrale Akteure unter einem gemeinsamen Plan.
Der Vertrag entstand im Rahmen des "Strategiedialogs Landwirtschaft", der im September 2022 ins Leben gerufen wurde. Sein Ziel: die drängenden Herausforderungen wie Klimawandel, schwindende Artenvielfalt und steigende gesellschaftliche Erwartungen an die Landwirtschaft anzugehen. Das Abschlussdokument enthält klare Handlungsempfehlungen und freiwillige Verpflichtungen in fünf zentralen Bereichen.
An der Unterzeichnung beteiligten sich Vertreter:innen von rund 50 Organisationen – darunter Landwirt:innen, Naturschutzverbände, Händler:innen, Verarbeiter:innen, Wissenschaftler:innen, Kirchenvertreter:innen und Politiker:innen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, der Vertrag belege, dass Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam Lösungen finden könnten.
Um die Maßnahmen umzusetzen, stellt das Land zusätzliche 143 Millionen Euro bereit. Die Mittel fließen in die Umsetzung der Vorhaben im Haushalt 2025/2026 und darüber hinaus. Der Fortschritt wird jährlich bei einer eigens eingerichteten Monitoring-Veranstaltung überprüft, um sicherzustellen, dass der Fahrplan eingehalten wird.
Der Vertrag skizziert einen Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft, stärkeren regionalen Erzeuger:innen und einem besseren Schutz der Tier- und Pflanzenwelt in Baden-Württemberg. Mit gesicherten Finanzmitteln und regelmäßigen Überprüfungen will das Land in den kommenden Jahren die Bedürfnisse von Landwirtschaft und Natur in Einklang bringen. Die Vereinbarung steht für ein verbindliches Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung für die landwirtschaftliche Zukunft der Region.






