17 March 2026, 08:21

Arbeitsplatztausch zwischen Caritas-Mitarbeitern und Zollbeamten fördert Inklusion

Gruppe von Menschen im Rollstuhl, die im Freien miteinander sprechen, vor einem Hintergrund aus Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Arbeitsplatztausch zwischen Caritas-Mitarbeitern und Zollbeamten fördert Inklusion

Mitarbeiter von Caritas Konstanz e.V. nehmen an Arbeitsplatz-Austausch mit Zollbeamten teil

Im Rahmen einer bundesweiten Inklusionsinitiative haben Mitarbeiter des Caritasverbandes Konstanz e.V. kürzlich an einem Arbeitsplatztausch mit Zollbeamten teilgenommen. Bei der unter dem Motto "Schichtwechsel" stehenden Aktion unterstützten Beschäftigte mit Behinderung die Kollegen am Zollamt Konstanz-Autobahn. Die Veranstalter bewerteten den Tag als gelungenen Schritt, um das gegenseitige Verständnis zwischen unterschiedlichen Arbeitswelten zu fördern.

Der Caritasverband Konstanz betreibt drei Seewerk-Werkstätten in Radolfzell und Konstanz, in denen über 300 Menschen mit Behinderung in Bereichen wie Montage, Verpackung und Logistik arbeiten. Ziel des Austauschs war es, Vorurteile abzubauen und die Fähigkeiten von Beschäftigten in unterstützten Arbeitsumfeldern sichtbar zu machen.

Der bundesweite "Schichtwechsel"-Aktionstag fand am 25. und 26. September statt und wurde vom Bundesverband der Werkstätten für Menschen mit Behinderung organisiert. Neunzehn Hauptzollämter in ganz Deutschland beteiligten sich – 2023 war es jedoch das erste Mal, dass ein solcher Austausch in diesem Umfang dokumentiert wurde.

Am 25. September unterstützten vier Mitarbeiter von Caritas Konstanz die Zollbeamten am Standort Konstanz-Autobahn bei der Bearbeitung von Exportbargeldanmeldungen. Einen Tag später besuchten Zollmitarbeiter die Seewerk-Werkstätten, wo sie sich an Kommissionier-, Verpackungs- und Montagearbeiten beteiligten. Jobcoaches von Caritas begleiteten die Gäste und zeigten, wie sie Mitarbeiter schulen und Unternehmen bei ungewöhnlichen Arbeitssituationen unterstützen.

Ute Jakob, Leiterin der betrieblichen Inklusion bei Caritas Konstanz, berichtete, dass beide Seiten die Erfahrung als bereichernd empfanden. Die Beschäftigten erhielten neue Einblicke in die jeweilige Arbeit des anderen, während die Zollbeamten die Kompetenzen von Menschen mit Behinderung hautnah erleben konnten. Sonja Müller, Sprecherin des Hauptzollamts Singen, lobte die Initiative als wichtigen Beitrag zur Förderung von Vielfalt und Offenheit im Berufsleben.

Das Hauptzollamt Singen gab näheren Aufschluss über die Veranstaltung und verwies für Rückfragen an Sonja Müller unter der Telefonnummer 07731/8205-5251 oder per E-Mail an [email protected].

Der Austausch zwischen Caritas Konstanz und den Zollbeamten war Teil einer größeren Bestrebung, Inklusion in beruflichen Kontexten zu verbessern. In den drei Seewerk-Standorten des Verbandes arbeiten über 300 Menschen mit Behinderung – unter anderem in Logistik und leichter Fertigung. Der Aktionstag zeigte praktisch, wie Zusammenarbeit am Arbeitsplatz Vorurteile überwinden und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Branchen stärken kann.

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