Alma Hasun begeistert Wien mit zwei atemberaubenden Monologen
Die Schauspielerin Alma Hasun hat in dieser Spielzeit in Wien mit zwei eindrucksvollen Monologen überzeugt. Ihre Auftritte in Sophia oder Das Ende der Humanisten und Ganymed Areal wurden von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. Beide Stücke verlangten ihr enorme Ausdauer ab – jede Aufführung dauerte deutlich über zwei Stunden.
Am Wiener Kammerspiele begann Hasun ihre Vorstellung von Sophia oder Das Ende der Humanisten bereits um 15 Uhr. In dem zweieinhalbstündigen Solo-Stück verkörperte sie eine Tochter, die ihren Vater zu dessen 60. Geburtstag besucht. Kritiker lobten ihre Fähigkeit, das Publikum über die gesamte Dauer des anspruchsvollen Einpersonenstücks in ihren Bann zu ziehen.
Zuvor war sie in Ganymed Areal zu sehen, einer ortsspezifischen Produktion im Otto-Wagner-Areal in Penzing. Als Teil der Reihe Stationentheater spielte sie in diesem dreistündigen Monolog eine Pianistin, die die Fähigkeit zu spielen verloren hat. Die Rolle erforderte sowohl emotionale Tiefe als auch körperlichen Einsatz.
Hasuns künstlerischer Werdegang umfasst bemerkenswerte Interpretationen von Werken Anton Tschechows. So stand sie bereits in Onkel Wanja am Theater in der Josefstadt auf der Bühne. Unter Tschechows Erzählungen zählt Der dumme Franzose aus dem Band Er und Sie zu ihren persönlichen Favoriten.
Bei der Vorbereitung auf eine weitere Rolle fand sie Inspiration in Margot Friedländers Memoiren Versuch, dein Leben zu machen. Das Buch prägte ihren Zugang zu Die Kostverköstiger, doch Details zu diesem Projekt bleiben vorerst unter Verschluss.
Hasuns jüngste Arbeiten bestätigen ihren Ruf, sich anspruchsvollen, immersiven Rollen zu widmen. Sowohl Sophia oder Das Ende der Humanisten als auch Ganymed Areal demonstrierten ihr Talent für lang angelegte, intensive Bühnenpräsenz. Publikum und Kritik zeigen sich begeistert von ihren jüngsten Theaterarbeiten.






