03 May 2026, 16:38

70 Millionen Produktlöschungen: Wie sicher ist der Online-Handel wirklich?

Offenes Buch mit der Aufschrift "Europas Warnung oder gute Nachricht für Großbritannien" auf der sichtbaren Seite.

70 Millionen Produktlöschungen: Wie sicher ist der Online-Handel wirklich?

Deutschlands fünf größte Online-Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Die Massentilgung erfolgte nach einer Untersuchung zu unsicheren und verbotenen Artikeln. Verbraucherschützer fordern nun strengere Kontrollen, um zu verhindern, dass gefährliche Waren überhaupt erst in den Handel gelangen.

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) wertete Daten aus der EU-weiten Produktentfernungsdatenbank aus. Die Analyse zeigte, dass 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft wurden. Trotz der hohen Zahl an Löschungen bleiben jedoch Zweifel an der Wirksamkeit des Systems.

Ein zentrales Problem ist die unvollständige Abgleichung mit der EU-Datenbank. Durch diese Lücke können einige gefährliche Produkte weiterhin verkauft werden. Der VZBV fordert die Plattformen auf, unsichere Artikel bereits vor einer Veröffentlichung zu blockieren.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf die fünf größten deutschen Marktplätze. Zwar wurden Millionen von Angeboten entfernt, doch die Verbraucherschützer betonen, dass präventive Maßnahmen nötig sind, um schädliche Waren von vornherein von den Käufern fernzuhalten.

Die Erkenntnisse des VZBV unterstreichen die anhaltenden Risiken im Online-Handel. Angesichts von 30 Millionen unsicheren Artikeln, die in nur einem Monat entfernt wurden, pocht die Organisation auf bessere Vorsorgemaßnahmen. Ihre Forderung ist eindeutig: Plattformen müssen gefährliche Produkte blockieren, bevor sie überhaupt zum Verkauf stehen.

Quelle