23 March 2026, 20:34

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit mehreren Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe

Ein Bündnis aus 250 prominenten deutschen Frauen hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt vorgestellt. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich für weitreichende Rechtsreformen einsetzen. Ihre Forderungen konzentrieren sich auf schärfere Gesetze, digitalen Schutz und klarere Definitionen der sexuellen Einwilligung.

Das Bündnis fordert ein neues Gesetz, das nicht einvernehmliche, sexualisierte Deepfake-Inhalte unter Strafe stellt. Zudem soll der Einsatz KI-gestützter "Nacktbild-Apps", die Menschen auf Fotos digital entkleiden, verboten werden. Eine weitere zentrale Forderung ist die Einführung von "Femizid" als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch.

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Die Frauen setzen sich für ein Zustimmungsmodell nach dem "Ja-heißt-Ja"-Prinzip im Sexualstrafrecht ein. Dies würde eine ausdrückliche Zustimmung vor jeder sexuellen Handlung erfordern. Trotz ihres Vorschlags hat bisher noch kein Bundesland konkrete Schritte zur Umsetzung unternommen.

Darüber hinaus verlangt die Koalition ein Digital-Schutzgesetz, das die schnelle Löschung schädlicher Inhalte gewährleisten soll. Zudem fordern sie strengere Maßnahmen, um Täter digitaler Gewalt zu identifizieren und zu verfolgen. Zu den prominenten Unterstützerinnen zählen SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner, Moderatorin Carolin Kebekus, Schauspielerin Veronica Ferres, Musikerin Nina Chuba und Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Der Zehn-Punkte-Plan zielt darauf ab, die Gesetze zu sexualisierter Gewalt und digitalem Missbrauch zu verschärfen. Bei einer Umsetzung würden neue Straftatbestände und strengere Einwilligungsregeln eingeführt. Als nächsten Schritt wird die Gruppe vermutlich Druck auf die Politik ausüben, um die Forderungen in Gesetzesvorhaben umzusetzen.

Quelle